Entstehung des Pistenschafs

Nachhaltig ist, wenn man dranbleibt – wie Altheim (Alb) an der Skihangwolle:
Sie stellt die Pflege des örtlichen Biotops am ehemaligen Wintersporthügel der Gemeinde durch Wanderschafe sicher.

Seit 2018 tragen immer mehr gefräßige Mitglieder der Herde von Wanderschäfer Banzhaf aus Heldenfingen ein „A“ in ihrem wolligen Pelz.
Jedes einzelne dieser Schaf weist sich damit als Patentier der Gemeinde Altheim (Alb) aus.
Finanziert werden diese Patenschaften durch den Verkauf einer jährlich wechselnden Melange-Wolle aus deutscher Wanderschäferei.

1,50 Euro pro Knäuel oder Strickware sorgen dafür, dass die Heldenfinger Herde stabil groß bleibt oder sogar wächst. Zuerst waren es fünf, jetzt sind es bereits 37 Schafe.

Doch warum investiert das Altheimer Projekt in Wanderschafe?

Ganz einfach: Sie werden vor Ort gebraucht. Genauer – auf dem ehemaligen Skihang der Gemeinde. Wo sich früher Wintersportler tummelten, wachsen jetzt seltene Pflanzen.
Bienen, Schmetterlinge, Insekten und weitere Tiere finden in diesem seltenen Magerrasen-Biotop ein nicht mehr selbstverständliches Auskommen.
Naturliebhaber schätzen dieses Kleinod der Artenvielfalt ebenfalls. Damit das Biotop nicht verbuscht oder zuwächst, braucht es sanfte, schonende Landschaftspflege.

Genau diese Disziplin beherrscht niemand so gut wie eine im doppelten Sinne mähende Schafherde.
Der Einsatz der Wanderschafe oder treffender in Altheim (Alb): Pistenschafe, ist also fester Bestandteil der örtlichen Biotoppflege und damit des konkret praktizierten Artenschutzes.

Unter folgender E-Mailadresse können weitere Informationen eingeholt werden: pistenschaf@altheim-alb.de

Das Pistenschaf und die Landfrauen trotzen Wind und Wetter

500 Wollknäuel und 50 Paar handgestrickte Wollsocken Marke „Pistenschaf“ zugunsten der Pflege des Altheimer Biotops: Auch 2022 war das gesamte flauschige Angebot der Landfrauen auf dem Lichtmessmarkt trotz widriger Wetterbedingungen in wenigen Stunden ausverkauft. Aus diesem Erlös wandern somit fünfzehn weitere Patenschafe in die Herde von Schäfer Banzhaf und demnächst weiter zur Beweidung des ehemaligen Altheimer Skihangs. So kann sich das Naturjuwel weiterentwickeln.

„Wenn’s an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit“, besagt eine alte Bauernregel. Ob diese erfreuliche Aussicht auf baldigen Lenz die Landfrauen aus Altheim an jenem stürmischen und schneeschauerigen Lichtmess-Mittwoch motiviert hat, ihren Stand am Morgen gegen alle Winde unter den Rathausarkaden aufzubauen und bis 17 Uhr im ungemütlichen Freien durchzuhalten? Ganz sicher motiviert hat der reißende Absatz, den die diesjährige Aktionswolle aus deutscher Wanderschäferei und die von den Landfrauen handgestrickten Wollprodukte fanden. Schon um 16 Uhr war der Stand bis auf den letzten Faden ausverkauft.

Wollkäuferinnen und -käufer unterstützen ein tolles Projekt

Die Fangemeinde des Strickgarns, dessen einzelne Farbnuancen jedes Jahr andere seltene Pflanzen des Altheimer Skihangbiotops repräsentieren, wächst stetig. Neben den Stammkunden aus dem Ort, der Region und bis hinein nach Heidenheim kommen immer neue Liebhaber hinzu. Sie alle zeigten riesiges Interesse an dem Projekt, das die Landfrauen mit ihrem Verkauf unterstützen. Die Marke „Pistenschaf“ wurde von der Gemeinde Altheim (Alb) entwickelt, um die Pflege des örtlichen Biotops am ehemaligen Skihang durch Schafbeweidung sicher zu stellen. Nur so ist gewährleistet, dass die Pflanzenvielfalt in diesem Magerrasen-Lebensraum erhalten bleibt und sogar noch vielfältiger wird.

Die Herde wächst

Pro verkauftem Wollartikel – dieses Jahren wurden vorsorglich 100 Wollknäuel mehr als bislang ins Angebot gebracht – fließen 1,50 Euro in das Projekt. Der Lichtmess-Verkauf 2022 reicht aus, um fünfzehn weitere Schafe in die Herde von Wanderschäfer Banzhaf aus Heldenfingen zu stellen. Seit Beginn der Aktion im Jahr 2018 konnten so 52 Schafpatenschaften finanziert werden.

Bald wieder mit LandFrauen-Café?

Nach diesem erneuten Erfolg fiebern die Landfrauen Altheim bereits der Farbauswahl für die „Pistenschaf“-Wolle des Jahres 2023 in diesem Mai entgegen. Und natürlich hoffen nicht nur die Landfrauen, dass der nächste Lichtmessmarkt wieder unter Nicht-Coronabedingungen stattfinden und auch das beliebte LandFrauen-Café im Rathaus die kuscheligen Rahmenbedingungen wieder herstellen wird. Allein die Aussicht darauf motiviert die Landfrauen schon jetzt, an den langen Herbst- und Winterabenden 2022 bei gemeinsamen Strickrunden wieder hochgradig produktiv zu werden.