13.08.2026

Wichtige Information zum Eschentriebsterben - erkrankte Bäume im Bereich "An der Markt"

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
sehr geehrte Damen und Herren,

unsere Gemeinde Altheim (Alb) zeichnet sich durch einen wertvollen und sehr schönen Baumbestand aus. Diesen zu schützen und für kommende Generationen zu erhalten, ist ein sehr wichtiges Anliegen. Umso schwerer wiegt es, wenn einzelne Bäume aufgrund von Erkrankungen nicht mehr erhalten werden können und zu einer konkreten Gefahr für die Bevölkerung werden.

Im Rahmen der regelmäßigen fachlichen Kontrolle und Dokumentation unseres Baumbestandes wurde bei mehreren Eschen ein stark fortgeschrittener Befall durch das sogenannte Eschentriebsterben festgestellt.

Der von der Gemeinde beauftragte Baumgutachter hat die betroffenen Bäume untersucht und aufgrund ihres Zustandes die sehr kurzfristige Fällung einzelner Eschen aus Gründen der Verkehrssicherheit empfohlen.

Die Gemeinde Altheim (Alb) wird deshalb kurzfristig die notwendigen Sicherungs- und Baumfällungsmaßnahmen veranlassen. Sie dienen ausschließlich dazu, Gefahren für Leib und Leben abzuwenden.

Was ist das Eschentriebsterben?
Das Eschentriebsterben ist eine durch einen eingeschleppten Pilz verursachte Erkrankung, die Eschen in weiten Teilen Europas erheblich schädigt. Der Erreger befällt unter anderem Blätter und Triebe. Typische Folgen sind absterbende Triebe und Äste sowie eine zunehmende Schwächung der Baumkrone.

Bei stark geschädigten Eschen – wie in unserem Fall – werden im weiteren Krankheitsverlauf der Stammfuß und das Wurzelsystem irreversibel geschädigt. Dadurch lässt die Stabilität eines Baumes erheblich nach.

Besonders problematisch ist, dass schwer geschädigte Bäume oder größere Teile ihrer Kronen ganz plötzlich versagen können und eine akute, von uns abzuwendende Gefahr für Leib und Leben darstellen.

Die diesem Hinweistext beigefügten Fotos sollen Ihnen die möglichen Folgen dieser Erkrankung veranschaulichen. Neben Aufnahmen der bei uns festgestellten Schäden zeigen wir auch beispielhaft Bilder aus einer anderen Gemeinde, in der erkrankte Eschen infolge des Befalls bereits umstürzten.

Enge Abstimmung mit den Fachbehörden:
Bei sämtlichen Schritten steht die Gemeindeverwaltung in enger Abstimmung mit dem Landratsamt Alb-Donau-Kreis, Amt für Forst und Naturschutz.

Baumgutachter, Fachbehörden, Forst und Gemeindeverwaltung arbeiten Hand in Hand, damit die notwendigen Maßnahmen fachgerecht, sicher und mit größtmöglicher Rücksicht auf Natur und Umwelt umgesetzt werden.

Auch bei den bevorstehenden Arbeiten werden die Belange des Natur- und Artenschutzes berücksichtigt und mit den zuständigen Fachbereichen abgestimmt.

Dabei gilt ein klarer Grundsatz: Es wird nur so weit in unseren Baumbestand eingegriffen wie es aus Gründen der Verkehrssicherheit tatsächlich erforderlich ist.

Ziel ist es, die Auswirkungen der notwendigen Eingriffe so gering wie möglich zu halten und gleichzeitig den wertvollen Baumbestand unserer Gemeinde langfristig zu sichern.

Gerade weil uns der Erhalt unseres Baumbestandes besonders wichtig ist, betrachten wir jeden betroffenen Baum und jeden Standort sorgfältig.

Wo ein Baum erhalten werden kann, soll er erhalten bleiben. Wo jedoch nach fachlicher Beurteilung eine akute Gefahr besteht, müssen wir unserer Verantwortung für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger nachkommen.

Unser außergewöhnlich schöner Baumbestand ist ein wertvoller Teil unserer Gemeinde und unserer Heimat. Der Schutz unserer Bäume ist für mich als Bürgermeister sehr wichtig. Deshalb fällt uns in der Verwaltung die Entscheidung, einen Baum zu fällen, niemals leicht.

Gleichzeitig tragen wir als Gemeinde Verantwortung für die Sicherheit der Menschen. Wenn uns Experten nach eingehender Untersuchung mitteilen, dass einzelne schwer erkrankte Eschen nicht mehr ausreichend verkehrssicher sind und kurzfristig gehandelt werden muss, müssen wir dieser Gefahr entgegentreten.

Mir ist besonders wichtig, dass wir hier mit Augenmaß vorgehen. Wir handeln jetzt dort konsequent, wo es zum Schutz von Leib und Leben erforderlich ist – und wir handeln gleichzeitig mit dem Ziel, unseren wunderschönen Baumbestand als Ganzes langfristig zu schützen und zu erhalten.

Selbstverständlich werden für die Bäume, die aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden müssen, geeignete Ersatzpflanzungen vorgesehen. Unser Ziel ist es, den wertvollen Baumbestand vor Ort nicht nur langfristig zu erhalten, sondern ihn auch für kommende Generationen widerstandsfähig und zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Bei der Auswahl der Ersatzbäume werden insbesondere die jeweiligen Standortbedingungen sowie die Anforderungen an klimaangepasste und möglichst robuste Baumarten berücksichtigt.

Kurzfristige Arbeiten und mögliche Beeinträchtigungen:
Aufgrund der festgestellten Gefahrenlage müssen die erforderlichen Arbeiten sehr kurzfristig durchgeführt werden. Im Bereich der jeweiligen Maßnahmen kann es deshalb vorübergehend zu Absperrungen sowie zu Einschränkungen für den Fußgänger- und gegebenenfalls Straßenverkehr kommen.

Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis und darum, eingerichtete Absperrungen unbedingt zu beachten. Diese dienen unmittelbar Ihrer Sicherheit.

Unser Ziel bleibt klar: Gefahren für Menschen konsequent abwenden, Eingriffe auf das unbedingt notwendige Maß beschränken und unseren wertvollen Baumbestand langfristig erhalten.

Gerne stehen wir Ihnen bei Rückfragen in der Gemeindeverwaltung zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Benjamin Braun

Bürgermeister

 

Zur Veranschaulichung für Sie - Fotos aus dem Bereich "An der Markt"

Rathaus Altheim (Alb)